ABU-Trolling
Katalogarchiv

Wilhelm Denninghoff W.D.

Wilhelm Denninghoff — der Großhändler, der die Exklusivrechte an den ersten Spinnrollen von AB Urfabriken verlangte und ihnen die W.D-Markierung gab.

Wilhelm Denninghoff und die W.D-Markierung

Als Göte Borgström die ersten Spinnrollen unter der Marke PEBECO an Paul Berghaus & Co verkauft hatte, war der nächste Kunde in der Reihe Wilhelm Denninghoff. Denninghoff hatte einen Einkaufsleiter namens Torsten Persson, den Borgström in einem Hotelzimmer in Göteborg traf.

Persson fragte, wie viele Rollen AB Urfabriken liefern könnte. Borgström antwortete, dass die Fabrik im ersten Jahr 15.000 Rollen und in den folgenden zwei Jahren 25.000 Rollen bewältigen könnte.

Persson schlug vor, dass Wilhelm Denninghoff im ersten Jahr 10.000 Rollen und in den folgenden zwei Jahren 15.000 Rollen kaufen sollte. Die Bedingung war, dass Denninghoff die Alleinrechte an den Rollen erhalten sollte. Da AB Urfabriken diese Bestellung zum Überleben brauchte, willigte Borgström in den Handel ein.

Die Fabrik erhielt jedoch die Erlaubnis, eine sehr kleine Auflage ohne die W.D-Gegenmarke zu verkaufen. Deshalb können einige der allerfrühesten Rollen ohne W.D-Stempel gefunden werden.

Der Vertrag und die Markierung

Im Herbst 1940 wurden die ersten Rollen an Wilhelm Denninghoff geliefert. Beide Unternehmen führten im Frühjahr 1941 große Werbekampagnen durch. Die Rollen wurden mit W.D — Wilhelm Denninghoff — markiert, um zu zeigen, dass sie zu seinem exklusiven Sortiment gehörten.

Die W.D-Markierung ist daher ein wichtiges Detail für Sammler. Rollen mit W.D-Stempel gehörten zu Wilhelm Denninghoffs exklusivem Vertriebskanal, während Rollen ohne Markierung oder mit anderen Gegenmarken über andere Kanäle verkauft wurden.

Der Vertrag läuft 1943 aus

1943 lief der Vertrag mit Wilhelm Denninghoff aus. Im selben Jahr wurde die MADE IN SWEDEN-Markierung von der Kurbelseite auf den Fuß der Rolle verlegt. Der Buchstabe A wurde auf die Rollen gedruckt und eine neue, leichtere Spule montiert.

Farbige Achatsteine wurden an den Rollen verwendet. Record 1500 und 1550 erhielten billigere Achatsteine, während Record 2000 echten Rubin erhielt. Diese Veränderungen markieren das Ende der Wilhelm Denninghoff-Ära und den Beginn von AB Urfabrikens eigener, direkter Vermarktung der Record-Rollen.

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